
Spargel-Mythen im Check
Der Spargel zählt zu den beliebtesten Saisongemüsen in der Schweiz. Entsprechend viele Mythen ranken sich um das Edelgemüse. So sollen Spargeln unter anderem auch die Lust steigern. Aber stimmt das? Wir haben die bekanntesten Mythen unter die Lupe genommen und klären auf, welche davon stimmen und welche nicht.



Spargel wirkt harntreibend
Richtig! Spargel enthält Asparaginsäure, die die Nierentätigkeit anregt und dadurch die Urinproduktion steigert. Diese Säure ist auch für den stark schwefelhaltigen Geruch auf der Toilette zuständig. Daneben trägt auch der hohe Wassergehalt von 93 % ebenfalls zur harntreibenden Wirkung bei. Die Kombination dieser Faktoren hilft dabei, die Nieren zu durchspülen, weshalb Spargel auch bei Wassereinlagerungen oder leichten Blasenentzündungen unterstützend wirken kann.
Grüner Spargel ist gesünder als weißer
Richtig! Beide Sorten enthalten zwar wertvolle Vitamine und Mineralstoffe, grüner Spargel ist jedoch reicher an Vitamin C, A, Folsäure, Natrium, Kalium und Betacarotin. Ein weiterer Pluspunkt: Grüner Spargel muss nicht geschält werden. Es genügt, nur die holzigen Enden vor der Zubereitung zu entfernen.
Spargel darf man nicht einfrieren
Falsch! Wenn die Spargeln vor dem Einfrieren geschält und idealerweise vakuumiert werden, können sie bis zu 6 Monate lang aufbewahrt werden, ohne an Geschmack einzubüssen. Beim Kochen sollte er gefroren direkt in kochendes Wasser gegeben werden. Gekochte Spargeln eignen sich nicht zum Einfrieren, weil sich Eiskristalle in den Stangen bilden, die dazu führen, dass die Spargeln nach dem Auftauen matschig werden.
Spargel kann man auch essen, wenn er bitter schmeckt
Richtig! Spargeln mit einem bitteren Geschmack kann man problemlos essen. Der bittere Geschmack entsteht dann, wenn der Spargel zu nah am Wurzelstock gestochen wurde oder es während des Anbaus zu einem starken Kälteeinbruch kam. Tipp: von den Spargelenden mindestens zwei Zentimeter abschneiden und etwas Zucker zum Kochwasser geben. Auf diese Weise werden den Spargeln die Bitterstoffe teilweise entzogen.
Spargel und Rotwein passen nicht zusammen
Richtig! Rotwein wird nicht zu Spargeln getrunken, da die Gerbstoffe im Rotwein mit den Bitterstoffen im Spargel eine unangenehme metallische oder bittere Geschmacksnote erzeugen können. Zudem überdecken die kräftigen Aromen des Rotweins die zarten und feinen Geschmacksnuancen des Spargels. Stattdessen werden meist Weissweine mit milder Säure empfohlen, da sie den Spargel geschmacklich ergänzen und nicht überdecken.
Spargel steigert die Libido
Falsch! Obwohl Spargel Vitamin E enthält, dem eine potenzsteigernde Wirkung nachgesagt wird, ist die Menge entscheidend. Der Verzehr von Spargeln allein liefert jedoch nicht genug Vitamin E, um einen solchen Effekt zu erzeugen.
Spargel muss stehend gekocht werden
Falsch! Wer allerdings besonderen Wert auf Aroma, Vitamingehalt und Konsistenz legt, kocht Spargeln am besten stehend. Wem das nicht so wichtig ist, der kann Spargeln selbstverständlich auch liegend kochen. Dabei sollte allerdings nur wenig Wasser und Salz verwendet werden, um möglichst vitaminschonend zu garen. Zudem sollte der Topf möglichst gross sein, damit die Spargeln genügend Platz haben. Ein Spezialtopf, in dem der Spargel aufrecht gekocht wird, ist nicht nötig.


