Mehr als nur Bier PILGRIM Brauerei

«Ora et labora» – in diesem Sinne beten und arbeiten die Mönche hier, wie es ihre Ordensregel seit Jahrhunderten vorsieht. Das Besondere an Fischingen: Die Benediktiner sind seit der Klosteraufhebung durch den Staat 1848 nicht mehr Eigentümer der Klosterliegenschaften. Doch sie leben seit 1977 wieder an diesem Kraftort und gehören als selbständige Gemeinschaft zur Schweizer Benediktinerkongregation. Und so vereinen sich hier zwei Welten: zum einen die des Vereins Kloster Fischingen mit Seminarhotel, Schreinerei und Schule, zum anderen jene der Benediktiner, welche die Liegenschaften mit Klosterleben erfüllen.

Ittinger Klosterbräu und Heineken

Wartmann ist in der Branche ja kein Unbekannter: 1982 war er einer der Ersten, der mit dem «Original Ittinger Amberbier» den kommenden Trend nach differenzierten Craft-Bieren erkannte. Die Bernsteinfarbe und der eigene Aroma-Hopfen aus dem Ittinger Klostergarten bilden den Grundstein für den besonderen Geschmack und den schnellen Erfolg des Bieres. Der holländische Brauereikonzern Heineken übernahm dann 1993 die Marke «Ittinger Klosterbräu».

«Warum gerade Heineken?», wollten wir wissen. Wartmanns Antwort: «Die Schweizer Brauer haben den Zug verpasst, während die internationalen Konzerne die Zeichen erkannten. Sie setzen gerade mit diesen Nischen auf Ausbau der Marktführerschaft in bestimmten Segmenten. Dank Ittinger gelang es dem Marktführer für helles Premium-Bier, auch national zur Nr. 1 aufzusteigen.» Mit dieser Strategie hatte Heineken ebenso in der Gastronomie Erfolg: «Aus dem rechten Zapfhahn floss helles Heineken, aus dem inken amberfarbenes Ittinger», erklärt Wartmann das Konzept der Diversität für die Gäste.

PILGRIM Philosophie

«Wenig, dafür besser» – so lautet die Philosophie der Fischinger Brauerei. An diesem idyllischen Ort werden also keine Massenbiere hergestellt, sondern nur ganz besondere nach alten Rezepten – wie die oben erwähnten drei Schienen beweisen. Sie werden mit natürlichen Rohstoffen, u.a. seltene Hefen, in offenen Bottichen gegärt. Anschliessend dürfen sie z.T. in Champagnerflaschen mit Naturkorken reifen. Ein weiterer Rohstoff: das Wasser. Die jahrhundertealte Klosterquelle schüttet rund 650 Liter pro Minute aus, in trockenen Zeiten immer noch 350 Liter. Das Wasser stammt
aus einem hochgelegenen Grundwasservorkommen, dessen Ursprung wahrscheinlich bis an den Säntis reicht.

Was aber macht das Wasser so besonders? Qualitativ von hoher Güte, weist es viele Mineralien, vor allem Magnesium, auf. Zusammen mit der Gemeinde errichtete das Kloster vor ca. zehn Jahren eine neue Fassung mit Reservoirs, um die Versorgung mit dem kühlen Nass für das Kloster und die Dörfer Fischingen und Dussnang weiterhin zu gewährleisten. Möglicherweise war diese Quelle einer der Gründe, warum ausgerechnet auf diesem «Sporn» 1134 ein Kloster erbaut wurde. Der alte Fischteich oberhalb des Klosters dürfte auch mit ein Grund für dessen Namen gewesen sein.

«Emotionale Dividende»

Wie gut geistliche und weltliche Vorstellungen matchen können, beweist die Symbiose von Brauerei und Kloster: Die PILGRIM Brauerei leistet mit Miete, Wasserzins und einem Obolus pro Flasche Bier einen wichtigen Beitrag für den Betrieb des Benediktinerklosters. Dazu kommen mit dem Verkauf des Bieres und der Verbreitung des Namens positive PR-Effekte, von denen auch der klösterliche Seminar- und Gastronomiebetrieb profitiert. Martin Wartmann dazu: «Es ist für uns Investoren ein gutes Gefühl, mit unseren Möglichkeiten Werte zu schaffen für ein heimatliches Juwel – es ist unsere ‹emotionale Dividende›.»

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