Gut essen am Wasser

Das Restaurant Unterhof in Diessenhofen ist ein kulinarisches Juwel. Und überrascht mit vielen Möglichkeiten zum Geniessen unter freiem Himmel.

Rheinufer in Diessenhofen. Mächtige Bäume und Sonnenschirme aus Baumwolle legen ihren kühlenden Schatten über rote Tische und Stühle. Die gleichmässige Strömung des Wassers scheint alles Hektische des Alltags mitzunehmen. Weit weg bis an die Nordsee.

In dieser Idylle treffen wir Joel und Tatjana Bollinger. Seit vier Jahren sind sie so etwas wie Burgherr und Burgherrin im ehrwürdigen Unterhof, einer stattlichen Anlage aus dem 12. Jahrhundert. Heute beherbergen die Mauern ein Restaurant und mehrere Seminarräume.

Grosser Spagat

Der Gilde-Koch und die Service-Chefin schaffen hier einen Spagat, der aller Ehren wert ist. Denn das Restaurant verfügt über mehrere Räume und Terrassen und heisst unterschiedlichste Gästegruppen willkommen: vor allem Menschen aus der Region, die einen Steinwurf entfernt bei der Anlegestelle für Kursschiffe der Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein an Land gehen; Diessenhoferinnen und Diessenhofer, die die Fischerstube im Gewölbekeller liebevoll «Höll» nennen; und Gourmets, die seit zwei Jahren auch im Rahmen des Gourmetfestivals im Schaffhausener Blauburgunderland in die Unterhofer Speisesäle pilgern.

Für die Küche bedeutet dies – gelinde gesagt – Abwechslung. Auf der Karte stehen von Dezember bis Mai Gourmet-Gerichte mit einer Vielzahl an Komponenten für Geniesser. Im Sommer und Herbst gibt’s in der Fischerstube und der dazugehörigen Terrasse am Wasser Gutbürgerliches für Hungrige.

Die Nähe zum Rhein spiegelt sich auch auf der Karte wieder: «Wir haben ein Special, den Rhyfisch-Burger», erzählt Joel. «Regionale Fischer liefern uns dafür Alet, auch Döbel genannt. Letztes Jahr ist er Fisch des Jahres geworden. Er ist nicht sehr bekannt, weil er schwierig zuzubereiten ist. Aber sein Fleisch ist wirklich super. Dadurch hat es sich ergeben, dass wir mit den Fischern zusammenarbeiten und etwas Tolles anbieten können.» Serviert wird der regionale Fischburger mit feiner Dillmayonaise und Pommes frites.

Zeit für eine Burgführung

Der Lieferanten-Lift bringt uns in den ersten Stock der mittelalterlichen Burg. Dieser moderne Komfort ist der wechselvollen Eigentümerschaft des Unterhofs zu verdanken. Die Axa Versicherung kaufte das Objekt vor über 20 Jahren, sanierte es von Grund auf und baute es mit sichtbarem Aufwand zu einem Seminarzentrum um. Neben einem Rittersaal für Bankette, einem stilvollen Salon und einer Terrasse mit Rheinblick betreten wir zahlreiche Meetingräume und Lounges in den unterschiedlichsten Grössen. «Über 275 Tagungsgäste wurden damals hier jeden Tag begrüsst», erzählt Joel.

Auf dem Weg zum Burgturm gehen wir durch einladende Innenhöfe mit Lounge-Möbeln, Palmen, Feuerschalen und einem Kräutergärtlein. Der Schnittlauch ist schon gut abgeerntet. Auch ein kleiner, lauschiger Aussenbereich zwischen Auditorium und Hauptgebäude gelegen verzückt uns. Joel: «Die Burgmauern speichern die Wärme sehr gut, sodass wir auf dieser Terrasse schon im Februar und März Apéros im Freien anbieten können.»

«Gourmet- und einfache Gerichte kommen bei uns aus einer Küche. Das ist spannend.»
Joel Bollinger

Vielfältige Aussicht

Noch ein paar Stufen, und wir befinden uns ganz oben im renovierten Burgturm. Jede Himmelsrichtung offenbart einen anderen spannenden Blick. Richtung Osten und direkt auf Augenhöhe: der Turm der Evangelischen Kirche Diessenhofen, dahinter die Diessenhofer Altstadt. Im Norden das gegenüberliegende Rheinufer, bestückt mit Weinreben, und der deutsche Nachbarort Gailingen.

Im Süden, am Fusse der Burg, liegt der Burggarten, wo schon die eine oder andere „Freie Trauung“ stattfand. Hier wachsen Nuss-, Kirsch-, Birnen- und Apfelbäume. Im ersten Jahr erntete Joel über eine Tonne Äpfel, verarbeitete sie zu Most und stellte daraus Süssmost-Creme fürs Restaurant her. Was für ihn ein gelungenes Gericht ausmacht, wollen wir wissen. «Die Liebe», antwortet er nach einer kurzen Nachdenkpause. «Deshalb ist es mir so wichtig, so viel wie möglich selbst herzustellen. Weil es einfach Freude macht und man diese Liebe dann auch auf dem Teller schmeckt. Wir haben so viele Möglichkeiten in dem Beruf, die sollte man nutzen. Dafür verwenden wir eben viel aus dem eigenen Burggarten. Wir arbeiten aber auch mit Fischern, Bauern und Winzern aus der Region zusammen», erklärt er und ergänzt: «Der Rest kommt von TopCC.» Den TopCC Markt kann man mit etwas Glück erkennen, wenn man aus dem Fenster Richtung Westen blickt. Er befindet sich rund 1'500 Meter Luftlinie entfernt.

Zurück auf der Fischerstübli-Terrasse

Wir verabschieden uns von Joel und Tatjana Bollinger. Sie hat inzwischen eine gute Handvoll Gäste zu bewirten. Die morgendliche Ruhe ist einer belebten, aber entspannten Atmosphäre gewichen. Die Theke mit direkter Anbindung zur Unterhof-Küche versorgt Passanten mit Kaffee und verspricht jederzeitigen Nachschub mit regionalen Spezialitäten. Zum Beispiel einem Rhyfisch-Burger.

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