Festtagsgerichte rund um den Globus

Man soll die Feste feiern, wie sie fallen. Viele davon «fallen» regelmässig. Jedes Jahr zur gleichen Zeit, auch im Winter. Was und wie gefeiert wird, ist je nach Land, Kultur und Religion sehr unterschiedlich. Doch mindestens eine Gemeinsamkeit teilen alle: ein Festessen.

Lichterfest in Israel

Chanukka

An Chanukka gedenkt die jüdische Gemeinschaft der Wiedereinweihung des zweiten Tempels in Jerusalem. Das jährlich stattfindende Fest dauert 8 Tage und ist auch als Lichterfest bekannt. Denn gemäss Überlieferung geschah nach der Befreiung des Tempels ein Lichtwunder: Der letzte Krug geweihtes Öl, der die Befreiungskämpfe überstand, konnte das Licht der Menora für ganze 8 Tage am Brennen halten. Daran erinnert Chanukka heute, indem jeden Tag nach Einbruch der Dunkelheit ein Licht des Chanukkaleuchters angezündet wird. Danach verbringt man meist einen ausgelassenen Abend im kleinen Kreis. Mit Spiel und Gesang – und bei Speis und Trank.

  1. Brisket - Brisket ist ein beliebtes jüdisches Gericht aus geschmortem Rinderbruststück.
  2. Latkes - Frittierte Kartoffelpuffer, meist serviert mit Apfelmus und Sauerrahm.
  3. Falafel - Falafel spielen in der israelischen Küche eine herausragende Rolle und wurden zum Nationalgericht erklärt.
  4. Sufganiyot - Das Festmahl wird mit diesen kleinen, mit Konfitüre gefüllten und mit Puderzucker bestreuten Donuts beendet. Ein klassisches israelisches Chanukka-Dessert.

Japanisches Neujahrsfest

Osechi-Ryōri

Osechi-ryōri sind eine alte Tradition zu Shōgatsu, dem japanischen Neujahrsfest. Sie setzen sich aus einer bunten Vielfalt einzelner Gerichte zusammen. Traditionsgemäss erfolgt die Zubereitung am Jahresende zu Hause. Die Köstlichkeiten werden in speziellen Schachteln aufbewahrt und am 1. Januar im Kreis der Familie verzehrt. Jede Speise hat dabei ihre eigene symbolische Bedeutung, die meist einen Wunsch fürs neue Jahr ausdrückt. Hier eine Auswahl:

  1. Kamaboko für Glück -  Gedämpfte Fischpaste in der Farbkombination Weiss (Reinheit) und Rot (vertreibt böse Geister).
  2. Kuromame für Gesundheit - In Zucker und Sojasauce gekochte schwarze Bohnen.
  3. Kazunoko für Kindersegen - Heringsrogen, oft leicht gewürzt mit Seetang.
  4. Tazukuri für reiche Ernte - Getrocknete Sardinen, in Sojasauce gekocht.
  5. Datemaki für Lernerfolg - Omelett, gefüllt mit Fischpaste.
  6. Kuri kinton für finanziellen Reichtum - Kandierte Kastanien und Süsskartoffelbrei.
  7. Tataki gobo für Stärke und Stabilität - Zerstossene Klettenwurzel in Sesamsauce. Steht für Stärke
    und Stabilität, weil die Wurzel so schwer zu ernten ist.
  8. Ebi no umani für ein langes Leben - In Sauce geköchelte Shrimps. Die rote Farbe soll böse Geister vertreiben.
  9. Renkon namasu für eine hindernisfreie Zukunft - Süss-sauer marinierte Lotuswurzelscheiben.

 

Weinachten in Puerto Rico

Menú de Navidad

Für die Menschen in Puerto Rico hat die Weihnachtszeit wenig Besinnliches. Die Festlichkeiten kommen einer rauschenden mehrwöchigen Party gleich. Besonders während des Masken-Festivals in der Stadt Hatillo gleicht der karibische Inselstaat viel mehr einem Karneval. Die Dauerparty beginnt schon Ende November, im Anschluss an das US-amerikanische Thanksgiving, und schliesst am 20. Januar mit dem legendären Strassenfest zu Ehren San Sebastiáns. Überall Tanz, Livemusik und farbenfrohe Folklore. Und zur Stärkung ein herzhaftes Festmahl.

  1. Pernil Asado - Schweinekeule oder -schulter, stundenlang mariniert und dann langsam im Ofen geröstet.
  2. Arroz con gandules - Reis, Taubenerbsen und Schweinefleisch mit Sofrito.
  3. Pasteles - Gefüllte Teigrollen, traditionellerweise in Bananenblätter gewickelt und gedämpft.
  4. Guineítos en Escabeche - In Weissweinessig eingelegte grüne Bananen. Eine puerto-ricanische Delikatesse!
  5. Coquito - Ein Cocktail mit Rum und Kokosmilch, ähnelt sehr dem Eierlikör oder Eggnog.

Lichterfest in Indien

Diwali

Das mehrtägige Lichterfest hat in hinduistisch geprägten Ländern und Regionen eine grosse Bedeutung. Trotzdem wird es sehr unterschiedlich gefeiert. Im Kern steht der Sieg des Guten über das Böse oder des Lichts über den Schatten. Ursprünglich wurden viele kleine Öllämpchen entlang der Fenstersimse oder Hauseingänge aufgereiht. Heute erstrahlen durch aufwendige Lichterkonstruktionen ganze Wohnhäuser, Geschäfte und Strassen. In vielerlei Hinsicht lässt sich Diwali mit unseren Weihnachten vergleichen.

  1. Tikka Masala - In einer typischen Gewürzmischung marinierte und dann gebratene Pouletstücke. Dazu Reis und Chapati-Fladenbrot.
  2. Samosas - Indische Teigtaschen mit verschiedenen Füllungen wie Gemüse, Poulet oder Fisch.
  3. Dal - Kräftig gewürztes, oft breiiges Gericht, vorwiegend aus Hülsenfrüchten. Am verbreitetsten ist das Linsen-Dal. Zum Diwali werden typischerweise folgende Süssigkeiten gereicht:
  4. Laddu - Kleine Bällchen aus Mehl, Ghee, Zucker und Nüssen oder Früchten wie Rosinen.
  5. Barfi - Eine Art Fudge aus Kondensmilch.
  6. Gulab jamun - Frittierte Teigbällchen in Zuckersirup. Hauptbestandteil des Teiges ist Khoa: cremige, eingekochte Milch.

Neujahr in Georgien

Neujahrs-Supra

Das Weihnachtsfest in Georgien wird eher kirchlich gefeiert. Silvester und Neujahr hingegen sind traditionell wichtiger. Entsprechend werden die meisten Bräuche an diesen beiden Tagen gefeiert: Die Kinder erhalten ihre Geschenke am Neujahrstag von Towlis Papa, Georgisch für «Vater Schnee». Und auch der georgische «Weihnachtsbaum», das Tschitschilaki, verspricht Glück fürs neue Jahr. Bei seiner Verbrennung nimmt es alles Negative und Belastende aus dem alten Jahr mit sich mit. Doch ob Weihnachten oder Neujahr, Höhepunkt aller Festtage ist die sogenannte «Supra»: die traditionelle, üppig bedeckte Festtafel.

  1. Chatschapuri - Schiffchen aus Brotteig, traditionell mit Käse überbacken. Gerne auch mit Spiegelei obendrauf.
  2. Chinkali - Teigtaschen mit charakteristischer Form. Meistens mit einer herzhaften Füllung aus Rinds- oder Schweinshack.
  3. Badrijani - Mit Walnusspaste gefüllte Auberginen, gerne als Vorspeise serviert.
  4. Chakhokhbili - Traditioneller Schmoreintopf mit Poulet, Tomaten und Zimt.
  5. Pkhali - Herzhafte Bällchen aus gemahlenen Walnüssen und Gemüse, meist Kohl, Auberginen, Spinat und Bohnen.

Weisser Mond in der Mongolei

Tsagaan Sar

Tsagaan Sar, das mongolische Neujahrsfest, heisst übersetzt «Weisser Mond» und symbolisiert den Frühlingsbeginn. Wegen des Namens spielen Milchprodukte wie Milchtee oder Aaruul (getrockneter Quark) farblich eine wichtige Rolle. Bereits am Vortag, also zum «Neumond», werden in der Vorbereitung aufs Fest die Häuser und Wohnungen gründlich aufgeräumt und blitzblank geputzt. Alles muss glänzen! So beginnt Tsagaan Sar in aller Frühe des nächsten Morgens mit der ersten Tasse Milchtee. Diese wird immer den Göttern gewidmet. Anschliessend werden die Gäste empfangen. Man stösst gemeinsam an, tauscht Schnupftabak aus und unterhält sich über den Winter.

  1. Mongolischer Milchtee - Tee wird erst in Wasser, dann mit Milch aufgekocht, und mit Salz abgeschmeckt.
  2. Tavgyn Idee - Tavgyn ist ein Kuchengebäck, das traditionell in ungerader Anzahl Schichten zu einem Turm gestapelt wird.
  3. Boortsog - Boortsog ist ein Buttergebäck, in Schafsfett frittiert.
  4. Buuz & Khuushuur - Mit Lamm, Zwiebeln und Gewürzen gefüllte Teigtaschen. Buuz ist die gedämpfte, Khuushuur die frittierte Variante.
  5. Khorkhog - Für dieses Grillgericht werden Lammfleisch und verschiedene Gemüse in ein geschlossenes Gefäss gelegt und mit
    Hilfe heisser Steine gegart.

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